Zeitumstellung nicht möglich! - Hat die Sonnenfinsternis unsere Sonnenuhren beschädigt?

So wie diese Sonnenuhr, sehen heute
viele solare Zeitmesser in Europa aus.
Biberach (brez) – Es war ein Riesenschock für Peter W., als er heute Morgen seine Sonnenuhr auf Sommerzeit umstellen wollte. Der Biberacher wartete schon seit Mitternacht darauf, dass endlich die Sonne aufgeht. Bereits beim ersten Sonnenstrahl kniete der pensionierte Uhrenmechaniker-Meister vor seiner Sonnenuhr, die er liebevoll Uhrike nennt. Der Profi bemerkte sehr schnell, dass seine geliebte Uhrike nicht synchron mit seiner frisch geeichten Funkuhr laufen wollte. Nachdem Peter W. sich seine Brille auf die Nase gesetzt hatte, bemerkte er, dass die Schatten auf seiner Sonnenuhr total falsch standen. Die sofortige Suche nach Hilfe und Antworten in diversen Sonnenuhren-Foren ließ nur eine Schlussfolgerung zu: die Sonnenfinsternis vor ca. einer Woche hatte doch größere Langzeitschäden hinterlassen als erwartet. Doch der Schwabe Peter W. wäre kein echter Schwabe, wenn er nicht eine Lösung für seinen solaren Konflikt hätte: „So lange das Problem mit der verschobenen Sonne weiterhin besteht, stelle ich meine Sonnenuhr eben in den Schatten, und beleuchte sie mit einem Halogen-Scheinwerfer. Diesen positioniere ich dann minütlich um, und synchronisiere seinen exakten Standort mit meiner Armband-Funkuhr. Dann zeigt auch meine geliebte Uhrike wieder die korrekte Zeit an“, beschreibt der Uhrmacher seine Vorgehensweise. Auf unsere Frage, ob ihm das nicht viel zu umständlich sei, scherzt er: „Ich bin doch Renter und habe viel, sehr viel Zeit“. Dabei küsst er zärtlich seine funkende Armbanduhr, die er übrigens Natascha nennt. Der chronisch lüsterne Peter flüstert uns zu: „Auch ich schaue mich in meinem Alter noch nach jüngeren Modellen um, auch wenn der Zahn der Zeit gewaltig an mir nagt.“ Dabei errötet er gewaltig und erinnert mich dabei irgendwie an die roten Ziffern meines Radioweckers.