Kaltblütig! 23-jähriger Pizza-Bote liefert unschuldige Pizzen ans Messer (& Gabel ...)

Mit dem Ausliefern von Pizzen an ihre
Fressfeinde, hat Luigi P. sehr viel Geld
verdient. Nun klebt Tomatensoße an
seinen Händen.
München (brez) - Nur durch Zufall wurde am vergangenen Montag einem kaltblütigen Pizza-Boten das Handwerk gelegt. Knapp drei Jahre lang lieferte Luigi P. fast täglich unschuldige Pizzen & Nudelgerichte an deren Fressfeinde aus. Mit einem roten Roller und einem Helm als Tarnung, fuhr er meist abends die konspirativen Verstecke der zahlungskräftigen "Kundschaft" an. Dort lieferte er die hilflosen Pizzen & Nudelgericht dann - gegen einen Betrag zwischen 6.- € und 14.- € - ans Messer (bzw. an Gabel & Löffel) ihrer Fressfeinde. Für seine Dienstleistungen behielt er ungefähr die Hälfte der Einnahmen für sich - den Rest bekamen seine Hintermänner. Die geschmacklosen Deals wurden zuvor per Telefon eingefädelt, und so konnte auch Luigi P. endlich gefasst werden. Bei einer Abhöraktion eines nicht näher genannten Geheimdienstes, wurde durch Zufall das falsche Telefon angezapft. So kamen Ermittlungsbeamte dem Pizza-Lieferanten schließlich auf die Schliche.

Polizisten als Lockvögel

Die bayerischen Beamten stellten sich als Lockvögel zur Verfügung, und bestellten sich bei Luigi eine Weißwurst-Pizza mit süßem Senf. Das hätte dem Pizza-Boten eigentlich spanisch bzw. bayerisch vorkommen müssen, aber die Gier war stärker. Die hungrigen Beamten ließen sich ihre Bestellung direkt an ihre Polizeidienststelle liefern, aber der raffgierige Luigi roch die Falle nicht, und rollte den Beamten mit seinem roten Motorroller direkt ins Netz. Bei seiner Vernehmung gab der Verdächtige zu, auch noch weitere Gerichte, wie Salate und Pommes, an hungrige Kunden ausgeliefert zu haben. Auch die vermeintlichen Hintermänner – ein Pizzeria-Besitzer und sein Koch, konnten noch in derselben Nacht verhört werden. Sie schwören aber, dass sie unschuldig sind, und dass Luigi auf eigene Rechnung gearbeitet hätte. „Wir können nichts dafür. Der Luigi hat immer persönlich am Handy die Bestellungen angenommen. Das war ihm immer sehr wichtig. Aber komisch war das schon. Doch wir hier im Restaurant wussten von gar nichts“, schwört Paolo B. beim Leben seiner toten Mutter. Der Pizzeria-Besitzer und sein Koch behaupten, dass ihre Pizzen nur für Pizzen-Sammler bestimmt seien, und dass sie entsetzt über das eigenmächtige und skrupellose Handeln ihres Pizza-Boten sind.
Die Beamen fahnden inzwischen auch nach den Kunden des Pizza-Lieferanten, und hoffen, dass sie den brutalen Pizzafresser-Ring bald sprengen können. Inzwischen wurde von der Pizza-Polizei eine Soko mit dem Namen "Quattro Formaggi con Weisswurst" eingerichtet. An den Händen von Luigi P. klebt Tomatensoße. So viel ist sicher. Wie wird das Lebensmittel-Gericht wohl entscheiden? Bekommt er Tellerspülen auf Bewährung, oder sogar lebenslängliches Salate putzen aufgebrummt?
Wir berichteten darüber, sobald die Gerichtsverhandlungen beginnen!