EU will alle Aprilscherze verbieten - Auch diesen!

Auch Wissenschaftler dürfen ab dem
01. April 2014 keine Scherze
mehr machen.
Rüsselburg (brez) - 
Die EU will ab 02. April 2014 alle Aprilscherze verbieten. Darauf einigten sich in Rüsselburg die Miesmacher-Minister aller Mitgliedsstaaten. „Es gibt in Europa überhaupt keinen Grund zu lachen, und das soll auch so bleiben. Was wir in Rüsselburg entscheiden, ist lächerlich genug, sodass wir uns nicht auch noch von jedem dahergelaufenen Steuerzahler die Butter vom Brot nehmen lassen. Und dann auch noch die Butter, die wir mit Millionen von Euros subventionieren – so weit kommt es noch“, entrüstet sich ein Politiker aus Deutschland. Die Miesmacher-Minister der anderen Länder äußern sich ähnlich. „Lachen ist gesund, und das ist wiederum schlecht für die Pharmaindustrie. Einige von uns sitzen im Vorstand von großen Pharmaunternehmen oder anderen Gesellschaften, die uns gegenüber sehr großzügig sind. Auch die Ärzte wollen ihre Jobs nicht verlieren. Kein Arzt möchte mehr auf's Land und dort eine Praxis eröffnen, weil dort die Menschen noch am meisten zu Lachen haben. Aber das werden wir in Zukunft ändern und das Verbot von Aprilscherzen ist erst der Anfang“, erzählt uns ganz stolz ein Miesmacher-Minister aus einem Nachbarland. Aus geheimen Quellen wurden uns Informationen zugespielt, dass die EU anscheinend plant, die Stimmung in Europa soweit nach unten zu drücken, bis sie den Gemütszustand der EU-Bürger über die kontrollierte Abgabe von Psychopharmaka kontrollieren kann. „Wenn die Menschen schlecht gelaunt sind, dann sind sie aggressiv und bissig. Das macht sie im Verteidigungsfall zu unschätzbarem Wert für das Militär. So werden Milliarden von Euro eingespart, die wir ansonsten in Soldaten investieren müssten“, erklärt uns ein hoher europäischer Militär, der auch unerkannt bleiben möchte.
Eigentlich wollten alle unsere Interview-Partner unerkannt bleiben, da sie nicht daran interessiert sind, ihren Ruf ernsthaft zu schädigen. Viele von ihnen sind ja nicht nur in der Politik und in Vorständen tätig, sondern auch regelmäßig Gäste in europäischen Talkshows und Unterhaltungssendungen. „Wenn einen die Zuschauer nicht mehr sympathisch finden, dann ist man ganz schnell weg vom Fernseher. Die müssen ja nicht unbedingt wissen, wie wir wirklich sind. Ich z.B. plane nach meiner politischen Karriere eine neue Karriere als Showmaster in einer bekannten Samstagabendsendung des deutschen Fernsehen. Dort passe ich hervorragend hin, weil es dort auch nichts zu lachen gibt. Diese Sendung – deren Namen ich nicht nennen darf - haben wir mit unserem Scherzverbot bereits voll unter Kontrolle. Wetten, dass ich den Job bekomme?“, fragt uns ein Politiker, von dem viele der deutschen Zuschauer nicht einmal wissen, dass er Politiker ist, da sie ihn meist nur aus Vorabendserien und Kochsendungen kennen. Die meisten europäischen Bürger haben noch gar nicht bemerkt, dass Politik heute nicht mehr in den Parlamenten, sondern zwischen den Werbeblöcken stattfindet. 

Aber es gibt Hoffnung! 

Inzwischen hat sich aber auf dem Land eine Gegenbewegung in Gang gesetzt, die dafür propagiert, dass Aprilscherze das ganze Jahr über erlaubt sind. „Wir haben hier noch recht viel zu lachen, und uns macht das Leben richtig Spaß. April ist hier das ganze Jahr, weil die Klimaveränderung uns 12 Monate im Jahr Aprilwetter beschert“, klärt uns eine Aktivistin auf. Gegründet wurde diese Gegenbewegung im schwäbischen Brezelingen unter der Führung des dortigen Dorfpfarrers Felix (der Glückliche). Die lustigen Schwaben wollen sich das Lachen nicht verbieten lassen, und haben zum Widerstand aufgerufen.“Wenn die EU neue Gesetze erlässt, nehmen wir das zur Kenntnis und lachen über diejenigen, die sie befolgen. Wir haben hier unsere eigenen Regeln nach denen wir leben. Im Notfall halten wir uns einfach an die 10 Gebote. Die sind älter als das ganze moderne Europa und reichen vollkommen“, erzählt uns Pfarrer Felix, strotzend vor Selbstbewusstsein. An seinem Gesichtsausdruck sehen wir, dass es ihm ernst damit ist. Wir nicken und widersprechen ihm in keinster Weise - wir wollen es uns ja nicht mit ihm verscherzen.