Ampeln sollen Wildwechsel regulieren

In den Brezelinger Wäldern,
werden in Zukunft Ampeln den
Wildwechsel kontrollieren.
Brezelingen (brez) - Die Gemeinde Brezelingen hat zurzeit einen Haushaltsüberschuss von mehreren Millionen Euro. Das Meiste sind Einnahmen aus der Hundesteuer, der Vergnügungssteuer und vielen weiteren, sinnlosen und antiken Steuerarten. Da der bauernschlaue Bürgermeister Schulte, sich nicht alles unter den Nagel reißen kann, sind immer noch ein paar Millionen übrig, die sinnvoll und zum Wohle der Gemeinde eingesetzt werden sollen. Nun hat der Gemeinderat in einer Sondersitzung beschlossen, dass man in den Brezelinger Wäldern, Verkehrsampeln aufstellen könnte. Damit wäre es möglich, im Wald den Wildwechsel besser zu kontrollieren bzw. das Wild einfacher zu erlegen, wenn es an einer Ampel zum Stehen kommt. Zudem sind es immer wieder Jogger, Mountainbiker und Spaziergänger, die in den frühen Morgenstunden, die Mordlust der gut betuchten Jagdpächter aus der nahen Kreisstadt stören. Das Wild wird von den Störenfrieden aufgeschreckt und verjagt. So kommen die armen Jäger nur noch selten zum Schuss. Mittlerweile ist es bereits so weit, dass sich verzweifelten Weidmänner gegenseitig erschießen. Dorfpolizist Hägele musste diesem Gemetzel aber - unter Druck des Gemeinderates - Einhalt gebieten, da ein toter Jäger keine Jagdpacht mehr bezahlen kann. Die Jäger haben sich inzwischen gegenseitig so starkt dezimiert, dass der Gemeindehaushalt bereits beträchtlich ins Schwanken geraten ist. 

Auch der Wildbestand nahm in dieser Zeit extrem zu. Es gibt viele Aussagen von Zeugen, die behaupten, sie hätten in den Wälder um Brezelingen bereits wieder Elche, Bären und sogar Mammuts gesichtet. Nun sollen die Ampeln all diese Probleme beseitigen, und das natürliche Gleichgewicht in den Wäldern um Brezelingen, wieder herstellen. 
Leider sind inzwischen strenge Auflagen aus der EU in Kraft getreten, wie z.B. die, dass eine Ampel für blinde Radfahrer, akustische Geräusche erzeugen muss. Auch dürfen, an Ampeln wartende, Wildtiere nicht mehr erschossen werden. Das ist erst wieder erlaubt, wenn sich die Tiere bei einer Grünphase wieder in Gang setzen. Und so weiter und so fort.

Da der Gemeinderat sich nicht mit den Bürokraten in Brüssel anlegen möchte, wenden sie jetzt ein altes Jagdgesetz an, dass es erlaubt, alles, was nicht in deutschen Wäldern beheimatet ist, zu erschießen. Also auch Jogger, Fußgänger und Mountainbiker. Das Gesetz ist bereits so alt wie die Hundesteuer. Und da auch diese sinnlose Steuer immer noch eingetrieben werden darf, dachte sich der Gemeinderat, darf man auch dieses alte Jagdgesetz dazu benutzen, um die heimischen Wälder sauber und in Schuss zu halten. Da es in Zukunft viele Schüsse rund um Brezelingen geben wird, lässt sich kaum noch feststellen, wer von allen Beteiligten, am Ende den größten Schuss hat.