Pferd mit angewachsener Anhänger-Kupplung gezüchtet

Wie die neue Pferderasse heißen wird,
steht noch nicht fest. Vielleicht "Ulmer
Schlepper"?
Ulm (brez) – Einem Pferdezüchter aus Ulm ist eine Sensation gelungen: Er hat das erste Pferd mit eingebauter bzw. angewachsener Anhänger-Kupplung gezüchtet. Bereits seit Erfindung des Rades tüftelten Generationen von Pferdebesitzern an einer Alternative zum bisherigen Pferdegeschirr, an dem die Wagen am Zugpferd über Jahrtausende befestigt wurden. P. Rössle, der Erfinder bzw. Züchter der neuen Pferderasse, hat dazu den Pferden die Gene von besonders resistenten Anhänger-Kupplungen eingepflanzt. „Bei den ersten Versuchen ging ab und zu auch mal etwas schief“, gibt Rössle zu, „da ist es schon mal passiert, dass den Versuchspferden die Anhänger-Kupplung auf der Nase gewachsen ist. Diese Tiere haben wir dann als Einhörner an diverse Schaustellerbetriebe verkauft.“ Es gab aber auch noch weitaus skurrilere Zuchtfehler. „Bei einem Exemplar ist die Anhänger-Kupplung direkt auf dem Rücken gewachsen, da hatte ich nach dem ersten Proberitt, im wahrsten Sinne des Wortes, tierische Schmerzen im Hintern“, gibt Rössle mit verzerrter Miene zu. Das erklärt dann wohl auch sein seltsames Gangbild!? Aber auch dieses Pferd konnte der Schwabe zu einem sehr guten Preis verkaufen. Die Käuferin (eine Springreiterin) möchte aber unbekannt bleiben. „Diskretion steht bei mir an erster Stelle“, grinst der Mittvierziger. Einen optischen Nachteil haben die neuen Anhängerpferde aber: Sie haben keinen Schweif mehr, da dieser die genetisch veränderte Basis der Anhängerkupplung bildet. Aber daran gewöhnt man sich schnell. Die ersten Serienpferde werden voraussichtlich ab Herbst 2015 auf den Markt kommen - sobald sie eine europaweite Zulassung bekommen.