Wassernixe verirrt sich in öffentliche
Toilette

Nach ihrem Bad in der Toilette, musste
sich Sirenetta erst einmal ausgiebig in
einem nahegelegenen Gartenteich waschen.
Zum Glück fand sie einen Frosch, mit dem sie
sich gründlich einseifen konnte.
Sigmaringen (brez) – 
Da staunte Herr Schäufele nicht schlecht, als er bei seiner Sitzung auf einer öffentlichen Toilette plötzlich Gegendruck verspürte. „Ich dachte zuerst ich hätte Verstopfung, bis ich eine dumpfe, weibliche Stimme zwischen meinen Beinen hörte“, berichtet uns Schäufele. In gebrochenem Deutsch fragte ihn die Stimme, wo sie denn sei, dabei entschuldigte sie sich – sichtlich peinlich berührt – bei Herrn Schäufele. Nachdem der nette Schwabe irritiert bemerkte, dass er auf einer jungen Wassernixe saß, half er der jungen Damen umgehend aus dem Lokus. Diese wusch sich danach erst einmal ausgiebig in einem nahegelegen Gartenteich. Wie die junge Nixe sich in den Abwasserkanälen von Sigmaringen verirren konnte, ist örtlichen Experten ein Rätsel. „Vielleicht ist sie nach einem Landgang anstatt in die Donau, versehentlich in eines Klärbecken der Sigmaringer Kläranlage getaucht!?“, vermutet ein Passant, der unser Interview interessiert belauscht. 
Eindeutig geklärt werden konnte jedoch die Herkunft der jungen Nixe. Sie soll eine direkte Nachfahrin der schönen Lau sein - einer Wassernixe aus dem Schwarzen Meer, die vor ewig langen Zeiten im Blautopf bei Blaubeuren gelebt hat. Die hübsche Nixe - mit dem Namen Sirenetta - wollte anscheinend die Wurzeln ihrer Vorfahren erkunden, und hat sich auf ihrem Weg vom Schwarzen Meer bis ins Schwäbische, offensichtlich in der Donau verschwommen. Nachdem Sirenetta von einem Tierarzt und einem Humanmediziner untersucht wurde, zeigte Herr Schäufele ihr seine Heimatstadt. Bei ihrem gemeinsamen Stadtrundgang befand sich die junge Wasserbewohnerin die ganze Zeit in einer mit Donauwasser gefüllten Badewanne, welche Herr Schäufele auf einem umgebauten Leiterwagen hinter sich herzog. 
Inzwischen befindet sich Sirenetta wieder auf dem Heimweg zum Schwarzen Meer. Aber sie will sehr bald wiederkommen. „Wir haben uns beide ineinander verliebt“, gesteht uns Herr Schäufele schüchtern. Der dezente Fischgeruch, den er dabei ausstrahlt, unterstreicht seine Aussage sehr deutlich. Wer weiß, vielleicht schwimmen bereits in wenigen Jahren auch wieder kleine Nixen in der Sigmaringer Donau!? 
Wir fragen uns aber schon jetzt: Werden die Kinder von den Beiden dann Flossen oder Beine haben? Oder vielleicht ein Bein und eine Flosse? Möglichkeiten gibt es viele - wir werden sehen, welchen Laich die hübsche Serenitta ablegen wird. Es wird für die beiden Verliebten auf jeden Fall eine spannende Zukunft werden. Vor allem die Suche nach einem passenden Kindergartenplatz wird äußerst interessant werden. Aber das Wichtigste für den Start in ihre gemeinsame Zukunft hat Herr Schäufele bereits besorgt: Ein Wasserbett - gefüllt mit reinstem Sigmaringer Donauwasser. „Und nach unserer Hochzeit schütte ich noch einen großen Kanister mit Wasser aus dem Schwarzen Meer dazu - so als Überraschung“, flüstert der verliebte Sigmaringer uns zum Abschied zu.