Genial! - Das Brezelinger Ostereier-Ortungs-System

Dieses Wochenende hat Manne's
Idee große Premiere.
Brezelingen (brez) – Dem Schwaben „Manne“ - so nennen die Bewohner den Dorflehrer aus Brezelingen – ist es gelungen, eine weitere bahnbrechende Erfindung zu machen: „Ein Ortungs-System für versteckte Ostereier!“ - So zumindest beschreibt der Pädagoge seinen neuesten Genie-Streich. „Es hat mich bereits als Kind immer geärgert, wenn ich an Ostern nicht alle Ostereier gefunden habe. Und meine Eltern wussten am Ende auch nicht mehr, wo sie diese versteckt hatten“, erinnert sich der gebildete Schwabe an diese traurigen Momente seiner Kindheit.
 
Nach diesen traumatischen Kindheitserfahrungen folgten jahrelange Überlegungen, bis er auf die geniale Idee mit den Glöckchen kam. „Die Kühe und Ziegen unseres Nachbarn hatten immer Glocken bzw. Glöckchen um den den Hals, damit man sie immer wiederfinden konnte, wenn sie beim Grasen einmal verloren gingen. 
Schwupps - einfach dem Klang der Glocken gefolgt, und die Tiere waren im Nu wiedergefunden“, erklärt uns Manne die ausgeklügelte Funktionsweise seiner unglaublichen Idee. In stundenlanger Bastelarbeit ließ der Lehrer die begabtesten Schüler der Klasse 13b Tausende von Glockenbändchen anfertigen. „Diese Leistung wird natürlich auf das Abitur angerechnet“, versichert der Kunstlehrer. An diesem Osterwochenende hat Manne's Idee große Premiere. Alle Ostereier von Brezelingen wurden mit den Glöckchen ausgestattet, und in der ganzen Gemeinde versteckt. Bisher hörte man aber im Dorf - zumindest tagsüber - nur wenig Gebimmel, ob sich die neue Idee wohl bewährt? 

Nachts aber, so hört man die älteren Dorfbewohner tuscheln, würde man fast in jedem Haus die Glöckchen heftig läuten hören. Ob dies daran liegt, dass die Brezelinger Hausfrauen die Glöckchen an den falschen Eiern befestigt haben, oder einfach nur daran, dass sie die Ostereier unterm Bett verstecken halten.
Egal - ich hoffe, wir werden dieses Geheimnis nie erfahren!